Was ist Hypnose eigentlich?

Gerade vor der ersten Hypnosesitzung beschäftigt einen natürlich der Gedanke, was einen erwartet. Wird man willenlos oder ohnmächtig sein? Kann die Hypnose etwas auch gegen den eigenen Willen tun, so dass einem der Hypnotiseur zum Beispiel befehlen kann, nicht mehr zu rauchen - selbst dann, wenn man gar nicht aufhören möchte? Ist die Hypnose gar gefährlich? Und - wie fühlt sich die Hypnose überhaupt an?

Ist man in Hypnose willenlos?

Ganz klar: Nein! In Hypnose behalten Sie Ihren vollen Willen. In der Regel bekommen Sie sogar noch jedes gesprochene Wort mit. Ein typisch hypnotisiertes Gefühl gibt es nicht, da jeder Mensch den Trancezustand subjektiv unterschiedlich erlebt. So fühlen sich manche Klienten einfach nur angenehm und wohlig entspannt. Andere wiederum erleben, wie ihre Sinne "schärfer" werden und ihr Verstand sich klärt und erwacht. Das individuelle Erleben ist also so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Klienten erzählen uns deshalb nach einer ersten Hypnosesitzung oft: "Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe - und einfach wunderschön!" Es ist überhaupt nicht wichtig, wie Sie die Hypnose subjektiv erleben. Es empfiehlt sich also, nicht zwanghaft auf ein bestimmtes Gefühl zu warten - sondern einfach ganz entspannt zu erleben, was passiert.

Der innere Wächter

Hypnose kann auch grundsätzlich nichts gegen Ihren Willen ausrichten. Jeder Mensch verfügt über eine Art inneren Wächter, der sich auch in tiefster Trance nicht ganz abschalten lässt. Dieser Wächter passt darauf auf, dass die grundlegenden Moral- und Wertvorstellungen eines Menschen unangetastet bleiben und legt im Falle einer Grenzüberschreitung ein lautstarkes Veto ein.

Fazit: Die Hypnose selbst macht nicht willenlos. Im Gegenteil - gute Hypnotherapeuten helfen Ihnen sogar dabei, wieder mehr Willen über sich selbst zu gewinnen. Dies nennt man Selbstermächtigung und die Konsequenz ist, dass man selbst wieder am Steuer seines Lebens steht.

Wie sicher ist die Hypnose nun für Klienten?

Die Hypnose erlaubt oftmals überraschend schnelle und dennoch nachhaltige Veränderung - ohne irgendwelche Nebenwirkungen. Körperlich und geistig gesunde Menschen dürfen die Hypnose also uneingeschränkt bedenkenlos genießen. In einer vorhergehenden Anamneseerhebung muss immer abgeklärt werden dass keine schwerwiegende psychischen Erkrankungen vorliegen.

WICHTIG !!!!      Kontraindikation

Hypnose sollte nicht oder nur mit besonderen Kenntissen bzw. nach Absprache mit dem behandelnden Facharzt und einer entsprechenden medizinischen Qualifikation angewandt werden bei:

  • Psychosen (z.B. Schizophrenie, Bipolare Störung, Endogene Depressionen...)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Epilepsie und ähnlichen Anfallserkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • Thrombose
  • Depressionen (bestimmte Arten)
  • ADS (bestimmte Formen)
  • kürzlich vorgefallenem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • geistig behinderten Menschen
  • Suchterkrankungen (Drogenabhängigkeit, Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit)
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • Schwangerschaft (hier sollten nur bestimmte Hypnosetechniken von speziell dafür ausgebildeten Therapeuten angewandt werden)

außerdem sollte die Hypnose aus ethischen bzw. rechtlichen Gründen nicht angewendet werden:

  • bei Kindern und Jugendlichen ohne die Ausdrückliche Genehmigung des gesetzlichen Vertreters
  • bei Menschen mit Glaubenskonflikten (einige Religionen sehen die Hypnose auch heute noch trotz aller medizinischer Erkenntnisse und Erklärungen als Zauberei an)
  • bei Menschen, die Angst davor haben, hypnotisiert zu werden
  • bei Menschen, die nicht hypnotisiert werden möchten
  • bei Menschen, die nicht wissen, dass man sie hypnotisieren möchte